Gutschein über einen Paragliding Tandemflug

  • Paragliding und Tiefdruck

    Das kennen wir alle aus den Wetterberichten im Fernsehen und Radio: Wenn von Tiefdruck(gebieten) die Rede ist, ist (oder wird) das Wetter schlecht. Das gilt natürlich für die Fliegerei, z.B. mit dem Gleitschirm, in gleichem Maß.

    Was passiert bei Tiefdruck?

    Der Ursprung von Hoch- und Tiefruckgebieten sind Luftmassen mit unterschiedlicher Temperatur. Trifft  kalte Polarluft (mit relativ hoher Dichte) auf warme Äquatorluft (mit relativ geringer Dichte) setzen komplexe Vorgänge mit Luftströmungen sowohl vertikal (von unten nach oben bzw. umgekehrt) als auch horizontal (zwischen Nord, Süd, Ost und West) ein. Hinzu kommt noch, dass die Drehbewegung der Erde diese Luftmassen ebenfalls in eine Drehbewegung (um eine vertikale Achse) versetzt. Aus der warmen Luftmasse entstehen Tiefdruckgebiete (warme Luft = geringere Dichte = weniger Luftdruck am Boden), welche sich auf der nördlichen Erdhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn (von oben betrachtet) drehen.
    Aus der kalten Luftmasse entsteht ein Hochdruckgebiet, welches sich im Uhrzeigersinn dreht.

    In einem Tiefdruckgebiet herrschen steigende Luftmassen vor, was man besonders Anschaulich bei der Extremerscheinung der Wirbelstürme beobachten kann. Steigende Luft kühlt sich durch diesen Steigvorgang ab und kann aus diesem Grund immer weniger Feuchtigkeit aufnehmen (relative Luftfeuchtigkeit). Das in der Luft in Form von Dampf enthaltene Wasser wird „ausgeschieden“ und kondensiert. Es bilden sich sehr kleine Wassertröpfchen, die sich zu Wolken zusammenschließen. Irgendwann kann die Wolke keine weitere Flüssigkeit mehr aufnehmen und es kommt zu Niederschlägen.
    Jetzt merkt auch der Wetterlaie: Das Wetter ist schlecht.

    Auswirkungen auf das Paragliding / Gleitschirmfliegen

    Für das Paragliding oder Gleitschirmfliegen sind schon allein Regen oder Schneefall sogenannte „Showstopper“. Hinzu kommt, dass innerhalb von Tiefdruckgebieten oft ein relativ starker Wind herrscht, weshalb bei Tiefdruck auch an trockenen, aber wolkigen, Tagen oft nicht geflogen werden kann.
    Auch kann eine niedrige Wolkenuntergrenze in den Bergen die Sicht im wahrsten Sinne des Wortes vernebeln. Gleitschirmfliegen, Drachenfliegen usw. sind also tatsächlich „Schönwettersportarten“.
    Der Pilot eines Tandemfluges mit dem Gleitschirm wird für die größtmögliche Sicherheit seines Passagieres sorgen und nur dann starten, wenn der Flug sicher durchführbar und der Erlebniswert für den Fluggast garantiert ist.

    Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch herannahende Fronten, die in diesem Artikel näher beschrieben werden.

Alle Urheberrrechte geschützt!