Gutschein über einen Paragliding Tandemflug

  • Paragliding bei Föhn

    „Bei Föhn isses schön“ ist schon mehr eine genaue Beobachtung, als eine Bauernregel. Wen die Fliegerei, z.B. mit dem Gleitschirm, nicht näher interessiert, der wird den Föhn als warmen Wind wahrnehmen, der von den Bergen her weht. Teils durchaus sehr kräftig.
    Außerdem wird er es als sonnig und angenehm warm empfinden. Da die Menschen diese Wetterlage teilweise sehr unterschiedlich empfinden, sind manche Zeitgenossen bei einer Föhnlage etwas „schräg drauf“… .

    Aber was ist Föhn eigentlich genau?

    Die Voraussetzung für Föhn sind große Luftdruckunterschiede zwischen der Nord- und der Südseite der Alpen. Wir betrachten den „Südföhn“, da es dieser ist, der uns in den bayerischen und den meisten österreichischen Fluggebieten direkt betrifft.
    Bei Südföhn Ist der Luftdruck auf der Nordseite der Alpen deutlich niedriger als auf der Südseite. Ein klassisches Szenario wäre z.B. ein Tiefdruckgebiet über der Nordsee und ein Hochdruckgebiet über dem Mittelmeer.
    Ergebnis dieses Szenarios ist, dass die Luft von Süd nach Nord strömt (vom Hoch zum Tief) und dabei die Alpen überwinden muss. Die Luftmasse muss im wahrsten Sinne des Wortes „die Berge rauf Klettern“. Dabei kommt sie ordentlich „ins Schwitzen“: Durch den Hebungsvorgang bedingt kann die Luft nur noch weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Es bilden sich Stauwolken am südlichen Alpenrand und oft regnet es auch.

    Hat die Luftmasse den Alpenhauptkamm überwunden, fließt sie wieder hinab ins Flachland. Wenn man weiß, dass Luft ein ähnliches fließverhalten aufweist wie Wasser, kann man sich vorstellen, wie schnell die Luftmasse werden kann, wenn sie dabei ins Tal stürzt. Dieses „ins Tal Stürzen“  nehmen wir als kräftigen Föhnwind, teilweise auch als Föhnsturm, wahr.
    Besonders warm wird der Föhnwind übrigens, weil die Luft auf ihrer Abwärtsbewegung wieder verdichtet wird und dabei Energie in Form von Wärme abgeben muss. Gefördert wird dieser Effekt dadurch, dass die Luft auf der Südseite viel Feuchtigkeit abgegeben hat. Aus diesem Grund ist die Luft nach ihrem Abstieg aus den Bergen warm und trocken.
    Öft hört man, dass wetterfühlige Menschen unter dem Föhn mit Kopfschmerzen etc. leiden. Dies hängt damit zusammen, dass die Luft bei Ihrem weg über die vielen Berge und Täler in leichte Schwingungen gerät. Diese Schwingungen sorgen für einen ständigen leichten Wechsel des Luftdrucks, den manche Zeitgenossen nicht einfach so wegstecken.

    Man kann Föhn auch oft ohne intensives Studium der Wetterkarten erkennen. Nachfolgend einige gute Anzeichen:

    • Die Berge erscheinen wegen der trockenen Luft so nah, als würden die Felsen „gleich hinter München“ beginnen.
    • Es weht ein warmer Wind aus Süden.
    • Weiter nördlich ist das Wetter (wegen des niedrigen Luftdruckes) schlecht, nur am Alpenrand ist lokal schönes Wetter (Föhnfenster).
    • Über den Berggipfeln bilden sich „Linsenwolken“ (Lenticularis).
    • Die Wetterstation Patscherkofel meldet Wind mit mehr als 60 km/h aus südlichen Richtungen.

    Was bedeutet Föhn für das Gleitschirmfliegen?

    Föhn bedeutet „am Boden bleiben“. Der von den Bergen abfließende Wind ist normalerweise zu stark, um mit dem Gleitschirm sicher fliegen -und damit natürlich auch mit dem Tandem– zu können. Allerdings sind die Fluggebiete unterschiedlich stark dem Föhn ausgesetzt. In manchen Fluggebieten kann noch geflogen werden, wenn es „nur föhnig“ ist. Die Piloten von mein-traumflug.com sind entsprechend erfahren, um die Möglichkeiten einschätzen zu können.

    Übrigens:
    Föhn gibt es auch auf der Alpensüdseite. Hier nennt man ihn „Nordföhn“ und die Entstehungsgeschichte ist „genau umgekehrt“. (Tiefdruck im Süden, Hochdruck im Norden). Auch hier ist dies der richtige Zeitpunkt für bodennahe Sportarten.

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