Gutschein über einen Paragliding Tandemflug

  • Thermik und Paragliding

    Die ersten Gleitschirme waren noch reine „Abstiegshilfen“ oder im Prinzip nur lenkbare Fallschirme. Doch schnell wurde die Technik der Paraglider immer besser und es wurde möglich, die Thermik ähnlich wie ein Segelflugzeug oder ein Drachen (Hängegleiter) zu nutzen und in dieser aufsteigenden Luftmasse auch „nach oben“ zu fliegen.

    Wie entsteht Thermik?

    Unter Thermik versteht man Luft, die etwas wärmer ist als die sie umgebende Luft und deswegen dem physikalischen Gesetz folgt, dass warme Luft nach oben steigt (geringere Dichte = geringeres Gewicht = Auftrieb). Es bedarf eines gewissen Temperaturunterschiedes zur Umgebung, damit sich die warme Luft nicht am Boden „festklebt“, sondern sich lösen kann. Es braucht einen Temperaturunterschied von etwa zwei Grad, um die Thermik auszulösen, in der dann auch Fluggeräte wie Gleitschirme, Drachen oder Segelflugzeuge aufsteigen können.
    Auch äußere Einflüsse wie der Wind oder sich bewegende Lebewesen können die Ablösung der Thermik auslösen.

    Stellt sich die Frage, warum die Luft an einer Stelle des Bodens wärmer oder kälter sein soll, als an einer anderen?
    Die folgenden Faktoren sind hierfür im wesentlichen Verantwortlich:

    • Dunklere Flächen
      Dunklere Flächen reflektieren weniger Sonnenlicht (und damit auch Energie in Form von Wärme) als hellere Flächen. Der Klassiker ist z.B, ein Parkplatz aus Asphalt in einer hellen oder farbigen Umgebung (z.B. Wiese). Bei Sonneneinstrahlung heizt sich der Asphalt stark auf und gibt diese Wärme auch an die ihn umgebende Luft ab. Diese wärmt sich stärker auf, als diejenige über einer Wiese. In der Flachlandfliegerei werden Thermiken über Parkplätzen oft genutzt, um in große Höhen aufzudrehen.
      Noch beindruckender ist dieser Effekt bei großen mit Dachpappe belegten Dächern, z.B. bei Fabrikgebäuden. Man spricht hier auch gerne von „Industriethermik“.
    • Trockenere Flächen
      Bescheint die Sonne feuchte Flächen, verdunstet das dort vorhandene Wasser. Für die Verdunstung wird der Umgebung (Luft) Energie in Form von Wärme entzogen, es entsteht Verdunstungskälte. Diese ist auch der Grund, warum wir frieren, wenn Wind über nasse Haut bläst. Diese „natürliche Kühlung“ sorgt dafür, dass keine für das Paragliding oder andere Luftsportarten nutzbare Thermik entstehen kann.
      So kann es passieren, dass eine dunkle aber feuchte Fläche, wie z.B. ein Moor, zu einer herben Enttäuschung für den thermiksuchenden Gleitschirmflieger wird.
    • Schräge flächen
      Am stärksten erwärmend wirkt die Sonne, wenn sie senkrecht auf eine Fläche scheint. In der Ebene ist dies aber nur am Mittag der Fall. Schräge Flächen stehen früher (bei Osthängen) oder später (bei Westhängen) im passenden Winkel zur Sonne. Aus diesem Grund heizen sich Berge im Tagesgang länger und stärker auf, als das Flachland und wir finden an sonnigen Tagen an Bergen fast immer aufsteigende warme Luftmassen (Thermik) um mit dem Glleitschirm aufdrehen und die schönste Form des Paragliding genießen zu können.

    Optimal sind aus dieser Sicht natürlich relativ dunkle, trockene und schräge Flächen. Diese finden sich z.B. in Südtirol in den Dolomiten. Für Gleitschirmflieger ist die Thermik dort in der Mittagszeit oft schon ein wenig extrem. Aber dafür sind Gleitschirmflüge, das gilt natürlich auch für das Mitfliegen mit dem Tandem, in den Vormittags oder Abendstunden ein großer Genuss und ein phantastisches Naturerlebnis!

    Thermikfliegen mit dem Gleitschirm

    Aber auch in den bayerischen, österreichischen oder schweizer Alpen finden sich hervorragende Bedingungen für ausgedehnte Thermikflüge mit dem Gleitschirm. The sky is the limit!
    Wobei, wenn wir ehrlich sind, ist die untergrenze der Wolken unser Limit. Bis an diese Grenze kann der Gleitschirm fliegen. In die Wolke hinein zu fliegen wird gefährlich und wird von den mein-traumflug.com-Piloten bei Paragliding-Tandemflügen vermieden.

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